Gemüse Quiche
Eine Gemüse Quiche ist mehr, als eine vegetarische Beilage - erfahre, wie du das mit deinem MONOLITHKamado Grill ganz einfach herstellen kannst.
MONOLITH GRILL |
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Der 1. Mai ist für viele Naturmenschen ein besonderer Tag. Für Jäger markiert er traditionell den Aufgang der Bockjagd. In vielen Angelvereinen beginnt rund um diesen Termin außerdem das sogenannte „Anangeln“ – der gesellige Start in die neue Angelsaison.
Was beide Welten verbindet? Wild und Fisch sind ursprüngliche Lebensmittel. Sie kommen aus der Natur, erzählen etwas über Herkunft, Handwerk und Verantwortung – und auf dem Grill sind sie immer ein kulinarisches Erlebnis.
Gerade auf dem Kamado entfalten Wildfleisch und Fisch ihr volles Potenzial: direkt gegrillt, schonend indirekt gegart, sanft geräuchert oder knusprig auf der Feuerplatte gebraten. Wer ein paar Grundregeln beachtet, wird mit intensiven Aromen, feinen Texturen und echter Outdoor-Kulinarik belohnt.
Wie komme ich an guten Fisch?
Wer schon mal selbst einen Fisch gefangen und zubereitet hat, weiß: Selbstgefangen schmeckt definitiv am besten. Selbst ein Lebensmittel aus der Natur gewonnen zu haben, ist mit einem Gefühl von Freiheit und Selbstwirksamkeit verbunden, das beim Zelebrieren der Zubereitung nachhallt. Angeln ist dabei längst kein Nischenthema mehr: Laut Deutschem Angelfischerverband gingen im Jahr 2021 rund 6,64 Millionen Menschen mindestens einmal der Angelfischerei nach; 2024 gab es zudem etwa 1,8 Millionen gültige Fischereischeine. Vielleicht ist es auch für dich eine Überlegung wert.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bezugsquellen für hochwertigen Fisch: spezialisierte Fischhändler, Fischtheken und Tiefkühlregale in Supermärkten oder Großmärkten sowie Online-Händler. Natürlich hat „frischer Fisch“ einen gewissen Charme. Dennoch: „Tiefkühl“ muss kein Manko sein.
In jedem Fall lohnt sich ein bewusster Blick auf Herkunft, Fangmethode und Bestand der ausgewählten Fischart. WWF und NABU weisen darauf hin, dass Fischerei und Aquakultur Auswirkungen auf Ökosysteme haben und Verbraucher auf nachhaltige Quellen achten sollten. Der WWF empfiehlt dafür unter anderem seinen Fischratgeber mit Ampelsystem; Produkte der roten Kategorie „Lieber nicht“ sollten gemieden werden. Der NABU verweist darauf, dass 60 Prozent der globalen Fischbestände bis an die Nachhaltigkeitsgrenze befischt werden und 30 Prozent bereits überfischt sind.
Das heißt nicht, dass Fischgenuss tabu ist. Es heißt vielmehr: bewusst auswählen, Qualität kaufen und den Fisch dann mit Respekt zubereiten.
Wer Wild grillen möchte, muss nicht zwingend selbst Jäger sein (wenngleich auch hier ein ähnlicher Trend wie bei der Angelfischerei zu verzeichnen ist: In Deutschland gibt es inzwischen 467.682 Jägerinnen und Jäger – ein neuer Rekord und ein Anstieg um 42 Prozent gegenüber vor drei Jahrzehnten. Naturerlebnis, aktiver Naturschutz und gesundes Fleisch zählen dabei zu den wichtigsten Motiven für den Jagdschein).
Gute Bezugsquellen für Wildfleisch sind:
Jägerinnen und Jäger aus der Region
Oft die direkteste und transparenteste Quelle. Wer niemanden kennt, kann zum Beispiel über Portale wie Wild-auf-Wild.de vom Deutschen Jagdverband oder die Waldfleisch-App Anbieter in der Region finden. Hier ist jedoch darauf zu achten, ob der Jäger zertifiziert ist, Wildfleisch küchenfertig zerlegt zu vermarkten. Das ist nach EU-Recht nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich: Es werden spezielle Räumlichkeiten benötigt und es ist eine Registrierung als Lebensmittelunternehmer notwendig.
Ohne diese Registrierung darf der Jäger jedoch ganze Tiere mit Fell an den Endverbraucher abgeben. Es könnte sich daher lohnen, sich selbst einmal mit der Zerlegung von Wild auseinanderzusetzen. Dazu gibt es zahlreiche Seminare und YouTube-Videos. Ein ganzes Reh oder Wildschwein küchenfertig zerwirkt und vakuumiert lässt sich ohne Qualitätsverlust einfrieren und versorgt die Familie über Wochen oder gar Monate mit Fleisch.
Forstämter und Forstbetriebe
Viele regionale Forstbetriebe verkaufen Wild aus nachhaltiger Jagd direkt an Endverbraucher. Diese Betriebe sind in der Regel zertifiziert und bieten fein zerlegte Teilstücke an, aber auch ganze Tiere.
Spezialisierte Online-Shops
Anbieter wie Wildling Food versenden Wildfleisch-Spezialitäten wie etwa Wildbratwurst direkt zu dir nach Hause. Achtung: Insbesondere bei Wurstspezialitäten aus Wild lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Viele Anbieter mischen ihre Wurst mit Schweinespeck. Das ist grundsätzlich erlaubt und kann auch durchaus lecker sein – wer aber 100 % Wild erwartet, sollte genauer hinschauen.
Einzelhandel
Auch hier gilt: Achtung. Insbesondere Discounter sind in der Vergangenheit damit aufgefallen, etwa Fleisch von ausgewilderten Hausschweinen aus Texas als Wildgulasch zu verkaufen. Wer heimisches Wild aus nachhaltiger Jagd sucht, sollte hier ganz genau hinschauen. Auch bei Rotwild, also Hirsch, gibt es in den Tiefkühltheken der großen Supermärkte häufig Fleisch aus neuseeländischen Gattern. Hierbei handelt es sich folglich nicht um freilebendes Wild, und regional ist es schon gar nicht. Die Qualität muss dabei nicht schlecht sein. Wer aber freilebend und regional bevorzugt, sollte sich entsprechend informieren.
Für viele ist es schon eine besondere Erkenntnis, dass Wild überhaupt zum Grillen geeignet ist. Wildbret wird von manchen Menschen immer noch klassisch mit Schmorbraten und Gulasch in Verbindung gebracht. Dabei steckt so viel mehr darin! Zum Beispiel ganz viele tolle Teilstücke, die sich wunderbar zum Grillen eignen.
Wer dabei lediglich an Rücken oder Filet denkt, greift zu kurz: Insbesondere in der Keule stecken einige Cuts, die sich wunderbar zum Kurzbraten bzw. Grillen eignen, etwa die Oberschale, teilweise die Unterschale, die Hüfte und Teile der fein zerlegten Nuss. Wichtig hierbei: auf eine gute Reifung achten. Insbesondere die faserige Unterschale ist bei älteren Tieren etwas fester. Damit diese sich zum Kurzbraten eignet, sollte das Tier mehrere Tage kontrolliert abgehangen und das Teilstück ggf. noch einige Tage im Vakuumbeutel nachgereift sein.
Steaks & Spieße
Rücken, Filet und Keulensteaks eignen sich bestens zum scharfen Angrillen und sanften Finishing im indirekten Bereich oder rückwärts gegrillt. Auch Nackenfleisch eignet sich grundsätzlich, ist jedoch etwas sehniger.
Schmorstücke / Low & Slow
Der Nacken ist beim Wildschwein prädestiniert für Low & Slow, etwa für „Pulled Wildboar“. Sehnige Faserstruktur und Bindegewebe machen es möglich. Gleiches gilt für die Schulter. Das funktioniert tendenziell auch bei anderem größeren Wild wie Rotwild, allerdings ist hier kaum Fett enthalten, weshalb schnell mit Trockenheit zu rechnen ist. Bei den wesentlich kleineren Rehen eignen sich allenfalls ganze Schulterstücke zum Schmoren bzw. für Low & Slow, sofern diese nicht durch den Kugelschuss zerstört wurden.
Hackfleisch
Oft unterschätzt wird die Menge, die beim Feinzerlegen an hochwertigen Fleischabschnitten anfällt. Hieraus lässt sich erstklassiges Hackfleisch für alle möglichen Grillgerichte wie Burger, Cevapcici, Bacon-Bombs u.v.m. zaubern.
Als Faustregel gilt: Wild ist wesentlich empfindlicher, wenn es um Hitze und Garpunkt geht, als andere Fleischsorten. Durch die feinfaserige Struktur und den geringen Anteil an intramuskulärem Fett verzeiht Wildbret viel weniger Fehler. Am allerwichtigsten daher:
Bei den Garstufen kann man sich ganz gut am Rindfleisch orientieren, zum Beispiel 54 °C für Medium Rare.
Optimal zum Wildgrillen: das MONOLITH Smart Grid System mit einem Aufbau aus direkt und indirekt. Eine Seite zum Angrillen, die andere Seite zum Garen.
Achtung: Verbraucherschutzstellen empfehlen, Wildfleisch immer durchzugaren, unter anderem da im Gegensatz zum Fleisch aus dem Schlachthof keine klassische Fleischbeschau durch einen Veterinär durchgeführt wird und ein Restrisiko für gewisse Keime bestehen bleibt. Für Schwangere, Stillende sowie kranke oder vulnerable Personen sollte dies berücksichtigt werden.
Persönliche Meinung des Autors: Ein Rehrücken mit 80°C im Kern ist ungenießbar. Wer gesund ist, auf Hygiene und optimale Fleischreifung achtet, kann Wildbret so genießen wie jedes andere Fleisch auch. Tatsächlich bringt TK-Ware hier noch einen Vorteil mit sich: Was über mindestens 3 Wochen bei –18 °C eingefroren war, weist ein deutlich reduziertes Risiko in Bezug auf bestimmte Parasiten auf. Schonend auftauen, zügig verwerten und genießen.
Fisch grillen: Hitze und Garpunkt sind alles
Genau wie Wild ist auch Fisch empfindlich in Hinblick auf Hitze und Garpunkt. Zu viel Hitze macht Fisch trocken, ein Übergaren ebenso. Dabei ist zu beachten, dass der Garpunkt von Fisch mit einer Eiweißgerinnung ab etwa 40 bis 50 °C weit unter dem von Fleisch liegt. Viele Fischarten schmecken am besten, wenn sie gerade eben gar sind und im Kern noch leicht glasig bleiben. Das ist – je nach Fischart – etwa bei einer Kerntemperatur von 48 bis 52°C der Fall.
1. Konstante mittlere Hitze
Ideal für ganze Fische, Filets mit Haut oder empfindliche Arten wie Forelle, Saibling oder Zander. Der Fisch gart gleichmäßig und bleibt saftig.
2. Kurz scharf angrillen, dann sanft fertig garen
Gut für dickere Filets, Thunfisch, Lachs oder Fischsteaks. Außen entstehen Röstaromen, innen bleibt der Fisch saftig. Auf der MONOLITH Feuerplatte lässt sich Fisch besonders komfortabel zubereiten. Die 8 mm starke Platte verwandelt den Kamado in eine Teppanyaki-ähnliche Grillfläche und schafft unterschiedliche Temperaturzonen. Das ist ideal, um Fisch auf der Haut knusprig zu braten und gleichzeitig Gemüse, Kartoffeln oder Saucenansätze mitzugaren.
Rauch und ursprüngliche Lebensmittel gehören zusammen. Fisch wie Forelle, Lachs oder Makrele nehmen Raucharomen besonders gut an. Aber auch Wild profitiert von einer feinen Rauchnote.
Räuchern ist eine der ältesten Methoden zur Konservierung und geschmacklichen Veredelung. Das MONOLITH Smoke Set erweitert den Keramikgrill um die Möglichkeit zum Kalt- und Heißräuchern. Der Edelstahl-Aufsatz sitzt auf dem Smart Grid System, bietet zusätzliche Höhe und eignet sich laut MONOLITH unter anderem für ganze Fische, größere Fleischstücke, Käse oder andere Räuchergüter.
Fazit: Wild und Fisch bringen Natur auf den Grill
Wild und Fisch stehen für bewussten Genuss. Sie sind ursprünglich, vielseitig und eng mit Natur, Saison und Handwerk verbunden. Gerade rund um den 1. Mai, wenn Bockjagd und Angelsaison starten, lohnt sich ein Blick auf diese besonderen Lebensmittel.
Beim Grillen kommt es vor allem auf Qualität, Herkunft und Gefühl für den Garpunkt an. Wild und Fisch brauchen kontrollierte Hitze und die richtige Kerntemperatur. Beides verlangt Frische, Hygiene und Fingerspitzengefühl. Wer beides beherrscht, wird mit tollem Aroma und saftigen Grillergebnissen belohnt.
Philip Karbus ist seit 2024 fester Bestandteil des MONOLITH-Teams. Seit über zehn Jahren ist er passionierter Jäger und Angler, Wild-Caterer und Grillprofi. Seine Leidenschaft gilt ursprünglichen Lebensmitteln, ehrlichem Handwerk und der Zubereitung über Feuer.
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