Als Faustregel gilt: Wild ist wesentlich empfindlicher, wenn es um Hitze und Garpunkt geht, als andere Fleischsorten. Durch die feinfaserige Struktur und den geringen Anteil an intramuskulärem Fett verzeiht Wildbret viel weniger Fehler. Am allerwichtigsten daher:
- Hohe Hitze nur kurz zum Angrillen für Röstaromen einsetzen, maximal 3 Minuten pro Seite, nach Möglichkeit weniger.
- Den eigentlichen Garprozess bei niedrigen Temperaturen durchführen, maximal 140 Grad, tendenziell weniger.
- Den Garpunkt mit einem Kerntemperaturmessgerät kontrollieren.
Bei den Garstufen kann man sich ganz gut am Rindfleisch orientieren, zum Beispiel 54 °C für Medium Rare.
Optimal zum Wildgrillen: das MONOLITH Smart Grid System mit einem Aufbau aus direkt und indirekt. Eine Seite zum Angrillen, die andere Seite zum Garen.
Achtung: Verbraucherschutzstellen empfehlen, Wildfleisch immer durchzugaren, unter anderem da im Gegensatz zum Fleisch aus dem Schlachthof keine klassische Fleischbeschau durch einen Veterinär durchgeführt wird und ein Restrisiko für gewisse Keime bestehen bleibt. Für Schwangere, Stillende sowie kranke oder vulnerable Personen sollte dies berücksichtigt werden.
Persönliche Meinung des Autors: Ein Rehrücken mit 80°C im Kern ist ungenießbar. Wer gesund ist, auf Hygiene und optimale Fleischreifung achtet, kann Wildbret so genießen wie jedes andere Fleisch auch. Tatsächlich bringt TK-Ware hier noch einen Vorteil mit sich: Was über mindestens 3 Wochen bei –18 °C eingefroren war, weist ein deutlich reduziertes Risiko in Bezug auf bestimmte Parasiten auf. Schonend auftauen, zügig verwerten und genießen.
Fisch grillen: Hitze und Garpunkt sind alles
Genau wie Wild ist auch Fisch empfindlich in Hinblick auf Hitze und Garpunkt. Zu viel Hitze macht Fisch trocken, ein Übergaren ebenso. Dabei ist zu beachten, dass der Garpunkt von Fisch mit einer Eiweißgerinnung ab etwa 40 bis 50 °C weit unter dem von Fleisch liegt. Viele Fischarten schmecken am besten, wenn sie gerade eben gar sind und im Kern noch leicht glasig bleiben. Das ist – je nach Fischart – etwa bei einer Kerntemperatur von 48 bis 52°C der Fall.
1. Konstante mittlere Hitze
Ideal für ganze Fische, Filets mit Haut oder empfindliche Arten wie Forelle, Saibling oder Zander. Der Fisch gart gleichmäßig und bleibt saftig.
2. Kurz scharf angrillen, dann sanft fertig garen
Gut für dickere Filets, Thunfisch, Lachs oder Fischsteaks. Außen entstehen Röstaromen, innen bleibt der Fisch saftig. Auf der MONOLITH Feuerplatte lässt sich Fisch besonders komfortabel zubereiten. Die 8 mm starke Platte verwandelt den Kamado in eine Teppanyaki-ähnliche Grillfläche und schafft unterschiedliche Temperaturzonen. Das ist ideal, um Fisch auf der Haut knusprig zu braten und gleichzeitig Gemüse, Kartoffeln oder Saucenansätze mitzugaren.